Die Gattung Masdevallia mit ihren sehr charakteristischen und bizarren Blüten, umfasst ca. 400 Arten und blüht in weiß, gelb, orange, rosa bis leuchtend rot oder auch in violett. Sie ist weit verbreitet, vom Süden Mexikos bis in den Süden Brasiliens. Hauptsächlich wachsen Masdevallien  - vorwiegend als Epiphyten - in den Andengebirgen, in Höhen bis über 2000 m. Trotz der Höhenlagen können an den Naturstandorten Tagestemperaturen von 25° und mehr erreicht werden, die Nächte jedoch sind empfindlich kühl.

 

Demzufolge sind Masdevallien (bis auf wenige Ausnahmen) kühl zu kultivieren, sie sollten nie ganz austrocknen, hohe Luftfeuchtigkeit und nur schwache Düngung ist für ein gutes Wachstum Bedingung. Im Sommer ist ein Aufenthalt im Freien, an einer schattigen, luftigen und kühlen Stelle sehr vorteilhaft.

Die vorgestellte Masdevallia regina wächst epiphytisch in den Anden Perus, in Höhen  von 1000 bis 1500 m. Ihre Blütezeit erstreckt sich über das ganze Jahr. Wenn man den Blütenstiel nach dem Verblühen nicht abschneidet, bilden sich an der Spitze immer wieder neue, farbenprächtige Blüten.

 

Text: R. Hartmann