Die über 800 Species umfassende Gattung Lepanthes wächst in den tropischen, ständig feuchten Regenwäldern Mittel- und Südamerikas. Vor allem Kolumbien, Ecuador und Brasilien sind die Heimat vieler Arten.

 

Alle sind kleinwüchsig, haben keine Pseudobulben – tragen jedoch wunderschöne, wenn auch kleine Blüten, die zum Teil nur wenige Millimeter groß sind. Erst wenn man diese von nah oder mit einer Lupe betrachtet, offenbart sich, wie ungewöhnlich attraktiv diese sind. Wobei es etliche Arten gibt, deren Blüten im Verhältnis zu den Blättern eine beachtliche Größe erreichen.


Gemäß ihren Bedingungen am Naturstandort wollen diese Orchideen ständig hohe Luftfeuchtigkeit, dürfen nie ganz austrocknen – aber nicht zu nass stehen. Am besten gedeihen sie aufgebunden, die feinen Wurzeln vertragen keine Staunässe.

 

Ebenso ist eine gute Luftbewegung notwendig. Die Temperaturansprüche bewegen sich von temperiert bis kühl.

 

Vergleichsweise wenige Orchideenliebhaber widmen sich den Miniaturorchideen wie Lepanthes, Pleurothallis, Masdevallia, Stelis …

 

Dabei  sind diese kleinen Schönheiten ideal, wenn wenig Platz zur Verfügung steht, ihre Kultivierung wäre ganz bestimmt eine lohnende Herausforderung!

 

Text: R. Hartmann