Die Gattung Cattleya, mit ihrer Vielfalt, Farbenpracht und Blütengröße, zählt seit jeher zu den begehrtesten Orchideen. Um in den Besitz dieser Tropenpflanzen zu gelangen, beauftragten wohlhabende und vom Orchideenfieber befallene Pflanzenfreunde, bereits im 19. Jhdt. unzählige Pflanzenjäger, um auf dem südamerikanischen Kontinent Cattleyen (aber auch andere Orchideen)  zu sammeln. So gelangten Orchideen schon früh nach Europa, wo sie in speziell dafür gebauten Gewächshäusern kultiviert und präsentiert wurden.

 

Cattleya ist wohl auch jene Orchideengattung, die am häufigsten für die Züchtung und Hybridisierung herangezogen wird.

 

Die hier vorgestellte Cattleya-Hybride aclandiae x schofieldiana ist von kleinem Wuchs, im Gegensatz dazu ist die Größe der Blüten beachtlich. Beide Elternteile wachsen an ihrem Naturstandort in Brasilien unter warmen bis sehr warmen Bedingungen.

 

Die erfolgreiche Kultur über mehrere Jahre stellt (aus eigener Erfahrung) eine gewisse Herausforderung dar. Hat man den Eindruck, dieser kleinen Primärhybride  jene Kulturbedingungen geboten zu haben, die sie benötigt, wird man schnell eines Besseren belehrt, wenn sie im Wachstum stoppt oder – im schlimmsten Fall – sich in den Orchideenhimmel verabschiedet!

 

 

Text: R. Hartmann