Kultiviert von Raimund Sepp

Cattleya gehört zu jenen Orchideen, die häufiger in Kultur anzutreffen sind, was sicher der Schönheit ihrer oftmals großen, farbenprächtigen Blüten zu verdanken ist. 

 

Die Naturstandorte der Cattleyen sind Teile Mittel- und Südamerikas, wo sie vorwiegend epiphytisch auf hohen Bäumen, seltener auch lithophytisch (auf Felsen) wachsen. Man unterscheidet 2 Gruppen, ein- und zweiblättrige Cattleyen. Die meisten zwei-blättrigen Arten kommen in Brasilien und den Küstengebieten am Atlantik vor. Die einblättrigen Arten besiedeln vorwiegend das Amazonasgebiet, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru, Mittelamerika bis nach Südmexiko.

 

Wenn die Geschichte stimmt, gelangten die ersten Cattleyen 1818 nach Europa – als Füll- und Verpackungsmaterial für eine Pflanzenlieferung aus Südamerika an eine englische Gärtnerei. Eine dieser Orchideen kam dann bei Mr. William Cattley zur Blüte, ihm zu Ehren trägt diese Gattung seither den Namen Cattleya.

 

Die einblättrige Cattleya trianae stammt aus dem Norden Kolumbiens, sie wächst dort in Wäldern von 800 bis 1500 m Höhe. Die bis zu 20 cm großen Blüten  variieren besonders in der Blütenfarbe, es gibt zahlreiche Farbvarianten.

 

Die Pflanzen sollten einen hellen, temperiert bis warmen Platz bekommen (wobei die einblättrigen C. weniger Licht benötigen als die zweiblättrigen).

 

Ist das Wachstum des neuen Triebes im Herbst abgeschlossen, gibt man C. trianae eine Ruhezeit, bei fast trockenem Pflanzstoff und etwas kühleren Temperaturen. Nach der Blüte in den Wintermonaten sollte ebenfalls eine kurze Ruheperiode eingehalten werden. Mit dem Erscheinen des neuen Triebes und neuer Wurzeln wird wieder regelmäßig gegossen und gedüngt.

 

 

Text: R. Hartmann