Regenwald der Österreicher in Costa Rica

 

Der 159 km2 große Esquinas-Regenwald im Südwesten Costa Ricas ist einer der letzten noch erhaltenen Tieflandregenwälder an der Pazifikküste Mittelamerikas und gehört zu den artenreichsten Wäldern der Erde. Der Wald war bis 1991 zur Gänze im Besitz von etwa 140 Privateigentümern, die Genehmigungen zum Schlägern der wertvollen Hartholzbäume besaßen. Um die Abholzung aufzuhalten, hat die Regierung Costa Ricas 1991 das Gebiet zum Nationalpark „Piedras Blancas“ erklärt und um internationale Hilfe und Unterstützung ersucht.

 

Der von Prof. Michael Schnitzler 1991 gegründete Verein „Regenwald der Österreicher“  konnte  in den letzten Jahrzehnten mit Hilfe von Spendengeldern mehr als 4000 Hektar dieses Urwaldes freikaufen und der Nationalparkverwaltung von Costa Rica schenken. Dieses Projekt wird seit seiner Gründung von der Universität Wien unterstützt. 1993 wurde auf diesem Grundstück die international anerkannte Forschungsstation „La Gamba“ errichtet, sie dient als Basis für Forschungsprojekte.

 

Dieser Regenwald beherbergt unter anderem unzählige Orchideenarten, manche davon vermutlich noch gar nicht entdeckt, ebenso zahlreiche andere tropische Pflanzen. Allein in der Umgebung der Forschungsstation "La Gamba" kommen 230 verschiedene Orchideenarten vor. Viele bedrohte Tierarten, darunter seltene Vögel und Schmetterlinge sind in diesem Urwald beheimatet.

 

Der Vorarlberger Orchideen Club hat sich, lt. seinen Statuten, das Ziel gesetzt, zum Schutz tropischer Orchideen beizutragen. Bereits 1996 hat unser Club mit dem symbolischen Kauf von 3000 m2 am Esquinas-Regenwald in Costa Rica dazu einen Beitrag geleistet.

 

Über den Verein „Regenwald der Österreicher“  hat jeder die Möglichkeit, durch die Übernahme von Patenschaften oder den symbolischen Kauf von Grundflächen dieses Projekt zu unterstützen. Dadurch kann einer der artenreichsten und biologisch wertvollsten Regenwälder Mittelamerikas vor der weiteren Zerstörung gerettet werden.

  

Nähere Informationen sind auf der Website www.regenwald.at. zu finden. 

Fotos von Dipl. Ing. Manfred Speckmaier

 

Fotos von Dr. Robert Müntz